Live-Reviews

 

Sonntage sind im allgemeinen schon langweilig. Geschäfte haben geschlossen, am Abend Party machen is nicht, weil ja am nächsten Tag die liebe Arbeit wartet. Um einen Sonntag noch langweiliger zu machen, kann man ja einen Feiertag auf einen Sonntag legen. Wie zum Beispiel am 11.05.2008 den Pfingstsonntag. Um dann noch den Vogel abzuschießen, macht man draus auch noch den Muttertag. Das heißt bei uns: Mama wenigstens einen Tag im Jahr bei ihrer täglichen Hausarbeit entlasten und am Nachmittag zur Oma fahren und sich das Geschwätz der Verwandten anhören. So weit, so schlecht. Doch am Abend lockte dieses mal die Alte Mälzerei in Regensburg mit einer Knüppelnacht der Extraklasse. Den Anfang machen FCH. Die beeindrucken gleich ziemlich mit ihrer wahnwitzigen Mischung aus Death Metal, Grindcore, Crustcore, Hardcore, Rock’n’Roll und Straßenpunk. Ein bisschen wie TotenmonD, nur filigraner. Zudem gibt der Sänger immer wieder absolut ekelhafte Frognoises von sich. Ich bin begeistert und die Band kann die ersten paar Nasen zum Bangen bewegen. Die nachfolgenden Lokalmatadore DEATH BUTCHER lassen wieder mal nichts anbrennen, nehmen den Auftritt wieder einmal für ein neues Live Album auf und begeistern mit ihren leicht grindigen, aber groovenden Death Metal und Songs wie „Blowjob Boogie“. Zudem beginnen der Sänger und der Gitarrist irgendwann sich gegenseitig zu beschimpfen (irgendwie muss man ja die Stunde Spielzeit rumkriegen xD). Zum Schluss taucht dann noch Sido zu einem zünftigen HipHop-Liedchen auf. Gut sind DEATH BUTCHER nicht, aber lustig. Die Grindcoreler POOSTEW haben es danach höllisch schwer. Die richtige Band zur falschen Zeit am falschen Ort. Zwischen DEATH BUTCHER und ULTRAWURSCHT spielen zu müssen – da könnte höchstens ein richtiger Kracher a là Japanische Kampfhörspiele was reißen, oder totaler Schwachsinn wie Napalm Entchen. Zwar wird die gesamte Mälze eingenebelt bis zum geht nicht mehr, und der Sänger geht ab wie ein Zäpfchen, aber mehr als fünf, sechs Banger kommen nicht vor die Bühne. Schade eigentlich. Bei ULTRAWURSCHT sieht das natürlich schon ganz anders aus. Die ersten Würste fliegen schon während des Soundchecks auf die Bühne. Während des Auftritts gibt es kein Halten mehr. ULTRAWURSCHT feuern ihre Wurstfaust ab, verteilen Wurst im Publikum, zerhauen ein riesiges Käsestück und brüllen ihre Anti-Käseparolen in die aufgeheizte Menge. Die geht zu Hits wie „Immortadella“, „Leberkas mit Senf“ oder „A Koirabi wann mi stroaft platzt ma da Kopf“ ziemlich ab. Auch die zahlreichen Morddrohungen gegen Herrn Meica (der macht zu kleine Würste in Salzbrühe) kommen ganz gut. Äußerst verschwitzt aber gut gelaunt endet der Muttertag 08 für mich dann gegen 1 Uhr morgens. War übrigens mein drittes ULTRAWURSCHT Konzert innerhalb von nur 4 Wochen. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich die auch auf keinen Fall entgehen lassen.

www.metal2metal.de

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Sa. abend wurde im Linz wieder dem Blunzifer gehuldigt!
Vor dem Konzert habe ich mich mit Bine, Freundin des Sängers Dr. Mett Wurscht, bei einem gepflegten Bier angefreundet und ganz gut unterhalten. Pünklich um 22 Uhr haben dann die Warriors of the Wurscht los gelegt.

Dr. Mett Wurscht ganz in rot, Evil Presssuck mit Wurstgurt und Wurstnietenarmband, Wurschtbua (der gerade seinen 10. Geburtstag gefeiert hat) in Pollunder, Karosocken, Propellermütze und einer Stange Salami, Hans Wurscht in Kochmontur und Wurschtschlagzeug.

Herr Meica, wegen Glashaltung von Würsten angeklagt, wird wohl bis zum Lebensende sein Fett abkriegen. “Here comes the Wurscht”, aber bitte nicht in Gläsern, nur freilaufende Würste! “Wurst case szenario” soll uns vor Augen führen, was im Suff passieren kann. “A Koirabi waun mi stroaft platzt ma da Kopf” zeigt die Gefahren übermäßigen Gemüsekonsums. Für “Leberkas mit Senf” wurde eine eigene und ganz tolle Choreographie einstudiert!

Da im Ann&Pat die Wurschtfaust nicht zum Einsatz kommen durfte, waren es dieses Mal Konfettikanonen:
Außerdem gab es am Bühnenrand Wurst zur freien Entnahme...
Bei “Dry Cunt Salami” gab es eine lange Erklärung von Dr. Mett Wurscht mit der Erkenntnis, dass Frauen keine Dreikant- sondern eindeutig runde Salamis bevorzugen. Am Ende meine Dr. Mett Wurscht: “I woaß goa nimma wos i red.” Hans Wurscht: “Wea des aussafindt, kriagt a T-Shirt gratis!” Überhaupt ist Hans Wurst nicht nur als Schlagzeuger und grobe Zungenwurscht, sondern auch als Unterhalter zwischen den Wurschtliedern genial. Höhepunkt war die Stinkbombe, die ins Publikum geworden wurde… ihhh! Dr. Mett Wurscht zeigte mit fortwährender Dauer des Auftritts immer mehr seiner Haut, bis er am Ende stilecht im Ultrawurscht-Stringtanga über die Bühne hüpfte.

Nachdem von Ultrawurscht noch Extrawurscht verlangt wurde, gab es noch eine weitere Erklärung an Herrn Meica und wenn man zuviel Sulz frißt, endet das in “Suiz-id”. Es wurden auch einige Lieder des neuen Albums “Cheese ass built my hot dog” (Release im September) präsentiert - was vielversprechend für die Zukunft der wahren Knacker klingt!

Ein gelungenes Konzert, auch wenn sie am WMD beim Frühshoppen damals besser gepaßt haben, weil auch die Stimmung dort bei Restfettn, Reparaturbier und Weißwurstfrühstück eine ganze andere ist als in einem kleinem Jugendclub.
Wie mir vor dem Konzert Hans Wurscht verraten hat, würden sie auch gerne in der Schweiz spielen. Es ist also nur eine Frage der Zeit bis Blunzifer persönlich die Eidgenossen heimsucht und ihnen eine ordentliche “Wiaschtlbracka-Attack” verpaßt (Blunzn = Blutwurst btw!).

www umw-zine.de

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

31.05.2008 - Bavarian Battle 2008

...dann war es Zeit für eine etwas längere Umbauphase. Die Deko verriet es: wurschtig-zünftig wurde alles vorbereitet für die heimlichen Headliner des Abends ULTRAWURSCHT. Hierbei handelt es sich um die beste (und nebenbei einzig bekannte) Wurschtcore-Band des Universums und schon vor dem ersten Ton war klar, dass die vier verrückten Burschen das gesamte Publikum fest im Griff hatten. Extrawurscht!-Rufe (gleichzusetzen mit Zugabe!) erschallten schon beim kurzen Soundcheck und als dann das Wurschtgewitter nach einem schönen volkstümlich-bayerischen Intro endlich losbrach, gab es kein Halten mehr.

Hochgeschwindigkeit regierte das Set und die Massen, die Mischung ausGrindcore, Hardcore, Spaß und Wurst zündet einfach bei jedem Konzert. Die Halle war nun proppenvoll und die Songtitel verraten, um was es hier ging. Hier nur ein kleiner Auszug: Immortadella, Dry-Cunt-Salami, Die Werwurst Von Simbach oder Oachekaskrainer, alles bandeigene Klassiker, gekrönt dann noch von den Halb-Covers Reign In Brat und CheeseAss Built My Hotdog. Liebevolle, mit Handarbeit gestaltete Bühnendeko und durchgedrehte Show sorgten dafür, dass die Band jedem in Erinnerung bleibt, der sie einmal gesehen hat. So wurden mit einer umgebauten Panzerfaust auch die Wurschtfaust genannt Salamis in die Menge geschossen und Sänger Dr. Mett. Wurst war zu Ende des Konzerts nur noch mit ULTRAWURSCHT-String-Tanga (übrigens auch käuflich zu erwerben) bekleidet. Abgedrehter geht´s nicht mehr, noch dazu war die Musik technisch perfekt und dürfte auch Extrem-Metal-Fans, die kein bayerisch verstehen, gefallen.

www.metal.de

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

15.03.2008 - Spring Metal Festival 2008

Ein gelungener Abend

Spring Metal Festival 2008 - Das Line Up versprach diesmal eine interessante Mischung aus Grindcore, Death Metal und Black Metal. Aus diesem Grund sollte es ein aufschlussreicher Abend, über die vielen Facetten des Metalls werden.

Das Arge Kultur, schaffte mit seinen hohen, kahlen und glatten Betonwänden die optimale Lokation für einen Auflauf dieser Art. Empfangen wurde die Besucherinnen und der Besucher von Horden sturzbesoffenen Metallern, die nicht vorhatten sich die Musik zu gönnen sondern eher die Bar leer zuräumen.

Den Beginn an diesem Abend machten Ultrawurscht, welche eine spaßige Show hinlegten. Der eine Gitarrist war mit Nieten und Würstchen besetzt, der Andere mit einem Hut und einem Propeller verziert. Als der Sänger in Arztkleidung loslegte dröhnte einem ein Gitarrensturm und wildes Gekreische entgegen, begleitet von einer erstklassigen Doublebase. Nach dem ersten Lied zeigten sich Ultrawurscht erfreut über die bereits halbvolle Halle und begann darauf wild mit Würstchen um sich zu werfen. Sie stimmten das Lied "Käsekrainer" an, welches durch das gekonnte Kreischen zu großen Begeisterungsstürmen bei dem wachsenden Publikum führte. Danach riss sich der Sänger die Kleider vom Leib und sang ein Loblied auf die Dreikantsalami. Anschließend holte er seine "Wurschtkanone" hervor und schoss damit auf das Publikum. Die paar kleinen Würstchen wurden wieder auf die Bühne geworfen, wo sie der Sänger immer wieder aufhob und ebenfalls zurückschmiss. Nach dem Track lies sich Ultrawurscht zu genüge über Vegetarier aus und verspotteten Käse, um dies noch einmal zu verdeutlichen wurde ein großer Karton in Käseform ins Publikum geballert. Das Publikum wartete nicht lange und begann augenblicklich den Käse zu zerfetzen.Damit hatten Ultrawurscht einen erfolgreichen Auftritt absolviert und ein Exempel an dem "bösen Käse" statuiert.

Um 18:05 begannen schließlich Burning Skies. Diese fackelten nicht lange und begannen die Menge mit harten Deathcore Riffs anzuheizen. Das Publikum bildete schnell in der Mitte des Raumes einen "Circlepit"! Währendessen mühte sich Merv, der Sänger ab, unter dem anstrengenden Gegröle Luft zu holen. Und kurz bevor ihre halbstündige Spielzeit vorbei war, gaben die Fünf noch einmal alles und verabschiedeten sich dann gebührend von den Gästen.

Helheim betraten die Bühnen um 18:50 - Sie gestalteten bereits einen gelungenen Eingang durch das kalte blaue Licht und ihre Kettenhemden. Schließlich ergriff H'grimnir den Gesang. Darauf folgten die Gitarre und der Bass. Bald begannen die vier Norweger ununterbrochen zu Headbangen und die Menge zu begeistern. Der Gitarrist ging aufs Podest des Schlagzeugers und lies sein erstklassiges Gitarrensolo erklingen. Anschließend stellten sich der Bassist und der Sänger vor ihn und spulten ihre Show dazu runter. Alles in allem ein wunderbarer roher Klangteppich um der Nordischen Mythologie zu huldigen. Zum Abschluß stimmten Helheim ein altes Lied an und feierten sich selbst mit gesenkten Gitarren im Publikum.

Um 19:35 betraten Spaßvögel Ecrementory Grindfuckers die Bühne. Die Jungs begannen sogleich mit richtigem Grindcore, welcher immer wieder von klarem Gesang unterbrochen wurde. Nach dem Auftakt fragten Excrementory Grindfuckers das Publikum was sie denn von David Hasselhoff hielten. Daraufhin erfasste die Menge eine Welle der Begeisterung denn alle wussten das nun "I've been looking for Grindcore" kam. Die Massen starteten wild in der Halle herumzutanzen, um noch mehr die Stimmung anzuheizen forderten Ecrementory Grindfuckers die Menge aus sich in zwei Hälfte zu teilen. Die eine Hälfte sang "Staatsgrind" und die Andere "Nummer 1" - somit schrien wir uns die Seele aus dem Leib und genossen die gute Stimmung. Zum Abschluss ihres Auftritts gab die Band noch mal den "Final Grinddown" mit einer Trompete zum Besten.

Nach einer kurzen Pause zwecks Umbaus betraten Dark Fortress die Bühne beinahe majestätisch. Als erstes betraten die Gitarristen, der Keyboarder und der Schlagzeuger die Bühne. Diese begannen bei rotem gedämpften Licht und Nebel zu spielen. Schließlich betrat Morean die Bühne stellte sich ans Mikrofon und breitete die Arme aus. Er forderte das Publikum auf "Zu sehen was er sieht und zu fühlen was er fühlt". Dark Fortress bretterten daraufhin mit dem ersten Tondokument los. "Lasst uns vom Teufel sprechen" war die Einleitung für den nächsten Song Baphomet (vom neuen Album). Daraufhin begann die Band einen Song nach dem Anderen zu spielen und Morean fühlte sich immer wohler auf der Bühne. Er verstand es mit seiner Stimme das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Um 21:25 waren War from a Harlots Mouth aus Berlin an der Reihe. Entgegen aller Erwartungen legten diese eine Spitzenshow hin. Der Trommler schaffte es mit einem Fuß eine geniale Doublebase zu erzeugen, während der Sänger sich die Seele aus dem Leib schrie. Der lang gewachsene Bassist lag am Boden und spielte beinahe in Ekstase auf seinem Bass. Der Gittarist stellte sich breitbeinig hin und schwang seine Gitarre durch die Gegend. Somit spielten sie einen Song nach dem Anderen, wobei der Sänger ein Handy von einem Mann aus dem Publikum nahm, welcher gerade telefonierte, und schrie ca. 5 min auf das Handy bevor er es dem Besitzer zurückgab. Zum ersten Mal bildete sich in der Mitte des Raumes ein wild umher tanzender Mob. Gegen Ende bereitete War from a Harlots Mouth die Menge auf die nächste Band, Endstille, vor. War From A Harlots Mouth hatten an diesem Abend den bis zu diesem Zeitpunkt besten Auftritt abgeliefert.

Nach der Pause wurde es nahezu unmöglich einen Platz vorne an der Bühne zu erringen, da nun Endstille and er Reihe waren. Der Sänger Iblis begann mit dem Song "Dominanz" und suchte immer wieder die Nähe zum Publikum. Endstille spielten danach ein paar alte Lieder wie zum Beispiel "Ripping Angelflesh" und "The One I Hate". Später wurde noch "Vorwärts!" vom neuen Album gespielt. Endstille übertrafen mit ihrem sehr guten Auftritt sogar War from a Harlots Mouth. Gegen Ende, als die Herren die Bühne räumten, wurden die Rufe nach Zugabe immer lauter. Schließlich kehrten Endstille noch einmal zurück, um "Navigator" zum Besten zu geben.

Zum Finale gingen Aborted aus Belgien an den Start. Aborted brachten die Halle gleich zu Beginn mit brutalen Death Metal Riffs zum beben und der Sänger untermalte dies auch noch mit wildem Gegröle. Während der einstündigen Show füllte sich die Halle immer mehr und eine wilde Menge fing wieder an in der Mitte zu wüten, welcher nicht mal vor Rollstuhlfahrern halt machte (Leute, reißt Euch zusammen! Behinderte haben grundsätzlich Vorfahrt! Die Ordner müssen bei solch einer Situation sofort eingreifen! Dicker Minuspunkt für die Veranstalter!). Aborted suchten die Nähe zum Publikum und der Sänger wurde vom Publikum auf Händen getragen. Aborted spielten viele alte Hits, aber auch Stücke vom neuen Werk, um 1:50 war nach einigen Zugaben endlich Schluss!

Im Großen und Ganzen war der Abend sehr erfolgreich und das Line Up hielt was es versprach. Jede Band hatte ihr Bestes gegeben und ermöglichte den Besuchern somit einen angenehmen Aufenthalt.

www.feindesland.de

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Bericht vom Spring Metal Festival 2008:

Die Spring Metal Festivals sind seit jeher sehr gut besucht, so voll wie beim fünfjährigen Jubiläum wars in der Arge aber noch nie. Bereits um 17.00 Uhr sind die zahlreich aufgebauten Bierbankgarnituren im Außenbereich voll belegt und die letzten Sonnenstrahlen sorgen für eine angenehme Temperatur. Mehr als 700 verkaufte Tickets bei einem nicht gerade kommerziellen Line Up und zusätzlich noch zahlreiche Gäste die sich ein paar Bierchen hinter die Binde kippten sorgen für zufriedene Gesichter bei der Metallic Arts Crew.

   
Spring Metal Festival 2008 Band-Fotos
   
Spring Metal Festival 2008 Besucher-Fotos

Die Innviertler/Bayrischen Blödlgrinder
Ultrawurscht beginnen kurz nach 17.00 Uhr den heutigen Konzert Marathon, standesgemäß bewaffnet mit zahlreichen Würsteln und einer „Wurschtfaust“. Musikalisch zählt der dargebotene Grindcore zwar nicht unbedingt zu den heutigen Highlights, aber dennoch schaffen es die Wurschtfetischisten und militanten Käsehasser mit Leichtigkeit die schon gut 200 Anwesenden ordentlich in Stimmung zu bringen. Songs wie „Immortadella“, „Wurst Case Scenario“, „Kas is für..n Oasch“, Vegetaria kinan mi kasn“ und „Oachikaskreiner“ sorgen für einen optimalen Festivalauftakt, zumindest für diejenigen bei denen Metal nicht immer bierernst sein muss.

www.jodoschka.com

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Berichte vom Walpurgis Metal Days:

Während die ein oder anderen noch sichtlich vom Vorabend geschädigt waren,  fingen schon vor zehn Uhr die Vorbereitungen für Ultrawurscht an.  Als auch wir endlich auf den Beinen standen, war die Bühne schon passend zum  Bandnamen dekoriert worden. Neben einem gemütlichen Sofa zierten überdimensionale  Wurstskulpturen das Bühnenbild, was schon Appetit auf die Darbietung der bayrisch- österreichischen Band machte. Es ist schier unglaublich, dass es eine Band schon früh  um 10 Uhr (für Festivalverhältnisse noch mitten in der Nacht) schafft, solche  Besuchermassen vor die Bühne zu locken. Sänger Dr. Mett Wurscht begrüßte seine  Gäste auf recht spaßige Art im typischen bayrischen Dialekt und suchte sich ein mehr  oder weniger freiwilliges Opfer, das während des Auftritts zehn Weißwürste vertilgen sollte. Ultrawurscht schleuderten einem ihren wirklich verdammt schnellen, brutalen  Death Metal mit crustigen, punkigen und grindigen Anleihen (auch bekannt als Wurschtcore)  regelrecht vor die Füße und heizten dem Publikum ordentlich ein, so dass es auch  wirklich nicht lange dauerte, bis ein wildes Abmoshen in die Gänge kam. Nach  den ersten zwei Songs waren diejenigen, die noch etwas müde dreingeschaut hatten,  regelrecht wachgeschüttelt und -geschubst worden, denn was diese Band für eine  Energie freisetzte, war echt der Hammer. Rein optisch erinnerte der Sänger sehr  an Haemorrhage mit seinem OP-Kittel (der aber auf den zweiten Blick eher  einem Schlafanzug ähnelte), während der Gitarrist mit seinen schicken Ringelstrümpfen  an Pippi Langstrumpf denken ließ. Die Songs gingen sehr druckvoll nach vorne los  und begeisterten das abfeiernde Publikum, und Dr. Grunzsau Mett Wurscht holte alles  aus seinen Stimmbänder heraus. Natürlich durfte auch die Fütterung der hungrigen Meute mit  Hilfe einer Wurst-Panzerfaust nicht fehlen - eine Aktion, die schon an die kultigen  Manos erinnerte. Rein textlich ging es, wie sollte es auch anders sein, um die Wurst,  aber auch um sozialkritische Themen. Wer sich durch den Auftritt inspiriert sah,  konnte sich übrigens auch gleich an der Theke mit einem Weißwurstfrühstück  (außerhalb von Bayern besser bekannt als "Leichenfinger") versorgen lassen.  (Was wir als Weißwurstverweigerer natürlich nicht taten, hehehe.)

www.adnoctum.de

Am nächsten Morgen dann waren einige Typen auf dem Zeltplatz der Meinung, ab 6:30 Uhr für Beschallung sorgen zu müssen. Heavy Metal ist ja wirklich klasse aber nicht nach nur vier Stunden schlaf. Freunde: haltet euch das nächste Mal ein paar Stunden zurück. So um neun habe ich mich dann schließlich aus der Penntüte geschält und meinen dicken Kopf in Richtung Festivalgelände geschoben. Ach, da waren ja wieder die diversen Kumpels beim Frühstücksbier. Ne, das habe ich mir zu Gunsten eines recht brauchbaren Kaffees verkniffen. Um Zehn stand dann ein Weißwurstfrühstück an. Ich persönlich bring das Zeug ja nicht runter aber es gibt Leute, die machen eine Band um die Dinger. Genannt wird die Kapelle den auch Ultrawurscht. Dr. Mett Wurscht, seines Zeichens der Barde der Band, trat im ordentlichen Arztoutfit auf. Wurschtbua an der Klampfe hatte eine zünftige Durchblickerpropellerhaube auf dem Kopf, Evil Pressuck am Bass hat seine Munitionsgurte mit Minisalamis aufgerüstet und am Schlagwerk schließlich tat Hans Wurscht in Kochuniform sein segensreiches Werk. Musikalisch im Grind aufgehängt definiert die Band ihren eigenen Stil: Wurschtcore. Verschreiben hat sich die Band dem Kampf gegen Vegetariertum und Käse. So entwickelte sich das Wurstfrühstück zu einem unvergesslichen Event und dem besten Opener, den ich jemals gesehen habe. Die Show mit den hin und her fliegenden Würsten sollte jeder Mal gesehen haben. Bemerkenswert ist der Arsch vom Wurschtbua. Ach ja: zur Performance gehörte es auch, einen wackeren Knaben aus dem Publikum auf ein Sofa auf die Bühne zu setzen. Dort sollte der junge Mann dann während des Acts 10 (!!!) Weißwürste zu sich nehmen. Naja, er hat immerhin neun geschafft. In einem kurzen Gespräch mit dem etwas bleichen Helden, der auf den Namen Peter lauscht, gab er dann folgendes Statement ab: „Die neun Weißwürste waren eine große Herausforderung für mich aber ich butzte neine weg.“

www.metalglory.de

Samstags wurden die Lebensgeister der Nachtschwärmer durch ein zünftiges bayrisches Weißwurst-Frühstück mit Brezeln und süßem Senf erweckt - auffallend großer Andrang war die Folge allgemeinen Hungers. Dazu gesellten sich die bayerisch-österreichischen Wurschtcore-Großmeister von Ultrawurscht auf die Bühnenbretter. Gar lustige Gesellen gaben da gar Erheiterndes zum Besten.
Ihr dynamisch-humorvoller Auftritt wurde zudem von einem tapferen Freiwilligen unterstützt, welcher, auf einer Couch am Bühnerand sitzend, ganze neun von eigentlich zehn geplanten Weißwürsten aufgrund einer Wette verdrückte - hier nebenan im Bild ganz links zu sehen.
Das oberquirlige Agieren der oberköstlichen Spaßcombo passte perfekt zum Musikalischen - der Stil des sympathischen Salami-Ensembles ist zwar im Grindcore verwurzelt, jedoch sind die gebotenen Inhalte glücklicherweise meilenweit vom jedwedem Ekelfaktor entfernt.
Während des wirklich fulminanten Auftritts flogen nicht wenige kleine und größere Würste in hohem Bogen von der Bühne und wieder zurück - sogar von einer eigens mitgebrachten Schulterkanone, der sogenannten "Wurschtfaust" also, wurde eine saftige Wurstsalve in Richtung Publikum abgefeuert. Ein einziger Augenschmaus also, so eine absolut ungewöhnliche Konzertdarbietung erleben zu dürfen.
Und, sind wir doch mal ehrlich: Wer sich einen bayerischen Maßkrug samt einem Brotzeiteller mit Weißwürsten und Breze auf die Arschbacken tätowieren lässt, der genießt ganz einfach ungeingeschränkten Sympathiefaktor! Ein gut besuchter samstäglicher Auftakt der Sonderklasse also, dem sich die niederbayrischen Nachwuchs-Thrasher Scared To Death gerne anschlossen:

www.walpurgis metal.de

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Bericht vom Summer Nights Festival

Lebensmittel machen klug

Der Bandname ULTRAWURSCHT ließ eine intellektuelle Performance erwarten. Gespannt und hochkonzentriert versuchte ich das nahezu undurchschaubare Konzept der Chaoten zu decodieren, was mir auch nach einer knappen halben Stunde mit größter geistiger Anstrengung gelang. Liedtitel wie Immortadella oder Reigning Brat (in Zusammenarbeit mit Slayers Curry King entstanden) machten es deutlich: ULTRAWURSCHT spielen eine spezielle Art des Lebensmittelcore, nämlich Wurscht-Core oder auch Anti-Käse-Core genannt. Der hungrigen Meute wurden auch einige Kilogramm Frankfurter zum Fraß vorgeworfen, was das textliche Konzept noch untermauern konnte. Hoch lebe die Wurst!

www.nocturnalhall.com

=Back=